Die ÖBB wollen das Grundstück des Bahnhofes Perchtoldsdorf an
der Feldgasse 2 verwerten. Das alte Gebäude steht einem möglichst hohen Profit
im Wege und soll aus dem Ortsbild der Marktgemeinde Perchtoldsdorf verschwinden.
Stattdessen soll ein Supermarkt die Umgebung zieren. Der nahezu 130-jährige Bahnhof von Perchtoldsdorf ist das
letzte erhaltene Gebäude der Kaltenleutgebnerbahn. Die anderen baugleichen
Aufnahmegebäude in Liesing, Rodaun, Waldmühle und Kaltenleutgeben wurden in den
letzten Jahrzehnten zerstört. Im Jahr 2003 wurde der Bahnhof im Denkmalhandbuch DEHIO
beschrieben: „Der eingeschossige Bahnhof mit
Sichtziegelmauerwerk wird
ergänzt durch ein Fachwerk, einem rundum
Schnitzdekor und einer seitlichen Holzveranda“. Dies beweist vor allem,
wie einzigartig dieses Gebäude ist. zur Kulturgeschichte des Bahnhofs
Perchtoldsdorf Unser Vorschlag: Helfen Sie mit, dieses einzigartige Bahnhofsgebäude
zu retten. Mit ihrer online Unterschrift unterstützen Sie unser
Bestreben zur Rettung des Bahnhofs und unterstreichen damit die Wichtigkeit
dieses Anliegens. Die Unterzeichner der Petition fordern die
Verantwortlichen auf, das Gebäude an seinem Standort zu belassen und für die
Erhaltung zu sorgen.
Gerne können
Sie auch persönlich gefasste E-Mails an politisch Verantwortliche, die ÖBB
Immobilien und das Denkmalamt schreiben: Bürgermeister
Perchtoldsdorf Martin Schuster:
buergermeister@perchtoldsdorf.at ÖVP Perchtoldsdorf:
office@vp-perchtoldsdorf.at SPÖ Perchtoldsdorf:
spoe@spoe-perchtoldsdorf.at Grüne Perchtoldsdorf:
christian.apl@gruene.at FPÖ Perchtoldsdorf:
e.rambossek@kabsi.at PBL-Kunerth:
gabriele.wladyka@aon.at ÖBB Immobilien Niederösterreich Herr DI Christian Neuhold:
christian.neuhold@oebb.at Bundesdenkmalamt, Leiter der Abteilung
für Technische Denkmale, DI Dr. Richard Wittasek-Dieckmann:
richard.wittasek-dieckmann@bda.at
Das Bahnhofsgelände ist groß genug für eine zweifache Nutzung, einerseits als
Gewerbe/Nahversorgung, anderseits als sozialer Treffpunkt, d. h. Gewerbenutzung
inklusive Parkplätze auf den Freiflächen und Jugend-, Senioren und Vereinshaus
mit Räumen zum Beispiel für ein kommerziell betriebenes Cafe oder eine Backstube
im alten Stationsgebäude. Auch diese Doppelnutzung bringt dem
Grundstückseigentümer ÖBB viel Profit. Erforderlich für die Realisierung einer
solchen Lösung: Bürgermeister und Gemeinderat von Perchtoldsdorf ergänzen den
Flächenwidmungsplan und ermöglichen eine Bebauung sowohl mit einer
Nahversorgungseinrichtung als auch mit einem Bauwerk für "soziale Bedürfnisse"
(NÖ Raumordnungsgesetz § 16 Abs. 3). Und eine Kooperation der ÖBB mit Jugend und
Senioren, die aktiv mithilft das alte Stationsgebäude für diese beiden größten
Personenverkehrskundengruppen vor Ort in Perchtoldsdorf zu erhalten.
Auch Erwin Pröll fordert in der Zeitschrift
"Niederösterreich
Gestalten" die Erhaltung historischer Bausubtanz.